Sitejogging & Siteyoging: Run Bratislava

Sitejogging & Siteyoging: Run Bratislava

Natürlich kann man auch strukturiert & konzentriert durch die Gegend rennen. Aber wenn man sich eine andere – vielleicht ja  fremde – Stadt ansehen will, ist Impression wichtiger als Impact: Sitejogging und Siteyoging liegen da oft recht nahe beieinander – auf die Pace sollte man da allerdings lieber nicht schauen.

siteyoging

©Tom Rottenberg

Es ist ja kein Geheimnis, dass mein regulärer Job darin besteht, für die Falkensteiner-Hotelgruppe ein bisserl den Pressesprecher zu machen. Und dass es da „part of he deal“ ist, hin und wieder auch anderswo als im Büro zwischen Kopierer und Kaffeemaschine unterwegs zu sein, ist nicht ganz unlogisch. Und weil wir unsere Häuser nicht unbedingt an den hässlichsten Ecken des Planeten stehen haben, ist das Dienstreisen und Dienstverweilen etwas, das man mit dem Schlagwort „Jammern auf hohem Niveau“ nur ansatzweise beschreibt. Nicht ohne Grund ist #haettichbloswasanstaendigesgelernt einer meiner liebsten Hashtags.

Siteyoging

©Tom Rottenberg

Eines der Falkensteiner-Hotels befindet sich in Bratislava. Ist also mit dem Zug in gerade einmal 45 Minuten zu erreichen. Das ist einerseits fein – andererseits aber auch blöd. Falls Sie Wienerin oder Wiener sind: Kämen Sie je auf die Idee, in Bratislava zu übernachten? Eben: Ich ja auch nicht. Aber das führt dann dazu, dass Menschen wie Sie und ich hier höchstens kurz vorbeischauen, die Stadt in, weil das ja wirklich ganz gut geht, einem halben Tag ziemlich komplett inhalieren – und dann wieder nach Hause fahren.

Laufen + Sightseeing = Siterunning. Oder eben Sitejogging.

Und obwohl wir dann sagen und glauben, dass wir Bratislava kennen, haben wir eigentlich genau gar nix von der Stadt mitbekommen: Nicht die Oper, nicht die Lokalszene, nicht die Clubs und Parties – und das Sonntagsshopping (zugegeben: mir persönlich egal) auch nicht.

Siteyoging

©Tom Rottenberg

No na würde es uns – als Hotelgruppe – taugen, wenn auch Wienerinnen und Wiener und andere Ostösterreicher hin und wieder eine oder zwei Nächte hier bleiben würden: Ich verrate keine Betriebsgeheimnisse, wenn ich sage, dass Hoteliers sich über Menschen feuen, die in Hotels absteigen. Nur: Wie soll ich wissen, was Kurzurlaub und Citytrip in der Slowakei können, wenn ich selbst immer allerspätestens den vorletzten Zug zurück nach Wien nehme? Eben.

siteyoging

©Tom Rottenerg

Also kam ich diesmal, um zu bleiben. Zumindest für eine Nacht. Und weil zwischen Businessmeeting und Abendessen ein bisserl Zeit war, nutzte ich die für das, was ich in anderen Städten – und an anderen Destinationen – quasi automatisch mache: Ich zog die Laufschuhe an.

Yoga + Sightseeing = Siteyoging

Und sah zwar kein Bratislava, das ich noch nie zuvor gesehen hatte  (klar: die Stadt ist die Stadt ist die Stadt), erlebte die kleine Schwester Wiens an der Donau aber doch ganz anders. Weil sich jede Stadt, jeder Ort, jede Gegend verändert, wenn man sie beläuft.

siteyoging

©Tom Rottenberg

Erst recht, wenn man sich danach in einem suaberen und komfortbalen Hotelzimmer duschen und umziehen kann, nett zu Abend essen geht und sich am nächsten Morgen ein Hammer-Buffetfrühstück gönnt – bevor man mit dem Zug direkt ins Büro fährt. Und dafür gar nicht länger braucht, als wenn man von daheim mit den Öffis oder dem Auto quer durch die Stadt staut. Aber das ist eine andere Geschichte.

Darum: genug geschwafelt – hier kommen die Pics: Bratislava ist die Lauf-Reise allemal wert – und wenn Sie zumindest kurz darüber nachdenken, auch einmal über Nacht hier zu bleiben, habe ich beruf & Hobby diesmal ganz gut unter einen Hut gebracht.

Mein persönliches Setup:

Schuhe: Saucony

Outfit: Skinfit, Adidas

Tracker: Garmin

Camera: Gopro

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